Der Akku deiner E-Zigarette: Laden, Lagern und Pflegen
Ohne Akku läuft keine E-Zigarette. Er liefert die Energie, mit der die Coil das Liquid verdampft. Fast alle Geräte arbeiten mit Lithium-Ionen-Akkus. Diese Technik ist im Alltag zuverlässig, wenn du ein paar Grundregeln beim Laden, Lagern und Transportieren beachtest. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Akkuarten es gibt, wie du sie richtig behandelst und woran du einen verschlissenen Akku erkennst.
Fest verbaut oder wechselbar
Bei E-Zigaretten gibt es zwei Bauarten:
- Fest verbauter Akku: Die meisten Pod-Systeme und viele kompakte Geräte haben einen eingebauten Akku, den du per USB-Kabel am Gerät lädst. Er lässt sich nicht austauschen.
- Wechselakkus: Viele Akkuträger arbeiten mit einzelnen Rundzellen, die du herausnehmen, extern laden und bei Bedarf ersetzen kannst. Je nach Gerät sind es eine oder mehrere Zellen.
Welche Zellen in deinen Akkuträger passen und wie viele er braucht, steht in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Halte dich an diese Angaben.
Richtig laden: Schritt für Schritt
- Passendes Kabel und Netzteil verwenden: Nutze das mitgelieferte Kabel oder ein gleichwertiges, unbeschädigtes Kabel. Das Netzteil sollte zu den Angaben in der Bedienungsanleitung passen.
- Ladeort wählen: Lade das Gerät auf einer festen, nicht brennbaren Unterlage, nicht auf dem Bett, dem Sofa oder unter Kissen.
- Nicht unbeaufsichtigt laden: Lass Gerät und Akku beim Laden nicht über Stunden allein, zum Beispiel über Nacht oder während du außer Haus bist.
- Temperatur beachten: Lade nicht direkt nach intensivem Dampfen, wenn das Gerät noch warm ist, und nicht in praller Sonne.
- Nach dem Laden trennen: Zieh das Kabel ab, sobald der Akku voll ist. Die meisten Geräte zeigen das per LED oder Display an.
Wechselakkus kannst du in einem externen Ladegerät laden. Das hat den Vorteil, dass du einen zweiten Satz Akkus laden kannst, während du mit dem ersten dampfst. Ladegeräte und Ersatzakkus findest du unter Akkus und Ladegeräte.
Wechselakkus: Darauf solltest du achten
- Hülle prüfen: Jede Rundzelle steckt in einer Kunststoffhülle, dem Wrapper. Er isoliert den Akku. Ist die Hülle eingerissen, verschoben oder angeschmolzen, verwende den Akku nicht weiter, bis die Hülle fachgerecht erneuert ist.
- Polung beachten: Setze die Akkus so ein, wie es im Akkufach markiert ist.
- Paare zusammenhalten: Bei Akkuträgern mit mehreren Zellen nutzt du am besten Akkus gleichen Typs und gleichen Alters, die du immer gemeinsam lädst und gemeinsam einsetzt.
- Belastbarkeit beachten: Der Akku muss zum Widerstand der Coil und zur eingestellten Leistung passen. Angaben dazu machen die Hersteller von Akku und Akkuträger.
Transport im Alltag
Lose Wechselakkus gehören nicht in die Hosen- oder Jackentasche, wenn dort auch Schlüssel, Münzen oder andere Metallteile stecken. Berühren Metallteile beide Pole gleichzeitig, kann ein Kurzschluss entstehen. Für den Transport gibt es Akkuboxen aus Kunststoff, in denen jede Zelle einzeln liegt. Bei Geräten mit fest verbautem Akku schützt die Feuertastensperre davor, dass das Gerät in der Tasche versehentlich auslöst. Ob und wie sich die Taste sperren lässt, steht in der Bedienungsanleitung.
Lagern bei längeren Pausen
Wenn du ein Gerät oder Ersatzakkus einige Wochen nicht nutzt, lagere sie kühl und trocken, ohne direkte Sonne und nicht im Auto. Lithium-Ionen-Akkus lagerst du am besten teilgeladen, weder komplett leer noch komplett voll. Bei Akkuträgern mit Wechselakkus nimmst du die Zellen für eine längere Lagerung heraus.
Woran du einen verschlissenen Akku erkennst
Akkus altern mit jeder Ladung. Typische Anzeichen sind:
- Die Laufzeit wird deutlich kürzer, obwohl du gleich viel dampfst.
- Der Akku wird beim Laden oder Dampfen ungewöhnlich warm.
- Das Gerät schaltet sich ab, obwohl die Anzeige noch Ladung meldet.
- Das Gehäuse oder die Zelle wölbt sich sichtbar.
Ein aufgeblähter oder beschädigter Akku wird nicht mehr geladen und nicht mehr verwendet. Bei fest verbauten Akkus gilt das für das ganze Gerät.
Akkus richtig entsorgen
Akkus und E-Zigaretten mit eingebautem Akku gehören nicht in den Hausmüll. Grundlage sind das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) und das Batterierecht (EU-Batterieverordnung, in Deutschland umgesetzt durch das Batterierecht-Durchführungsgesetz, BattDG; Stand Oktober 2026). Abgeben kannst du sie an Sammelstellen für Altbatterien, wie sie viele Geschäfte haben, oder beim Wertstoffhof deiner Gemeinde. Klebe bei Wechselakkus vorher die Pole mit einem Stück Klebeband ab. Weitere Informationen zur Rückgabe findest du auf der Seite Altgeräte- und Batterieentsorgung.